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Newsletter 07.2017

China News
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Sehr geehrte Damen und Herren,

Panda-Politik und Fußball-Fieber: Seit über vier Jahrzehnten ist Deutschland Chinas wichtigster Handelspartner. Nun hat China dieselbe Position gegenüber der Bundesrepublik eingenommen, schreibt Chinas Präsident Xi Jinping in der „Welt“ und schickt als Leihgabe zwei Pandas nach Berlin. Neben der eingespielten, oft mühsamen Zusammenarbeit, treiben manche deutsch-chinesische Projekte ungewöhnliche Blüten, die zeigen, wie eng die Verflechtungen sind. Weil Wettanbieter in China nicht werben dürfen, geht heji18.com den Umweg über Deutschland und sponsert Werder Bremen, den Bundesligisten mit chinesischem Stürmer. Denn Bundesliga-Spiele haben ein großes Publikum in China. Zum G20-Gipfel produzierten NDR und der chinesischen Sender CGTN erstmals eine gemeinsame deutsch-chinesische Talkrunde. Unzensiert, versichert NDR-Chefredakteur Cichowicz.

Eine vergnügliche Lektüre wünscht

Ihre Astrid Oldekop



AO

Astrid Oldekop
Chefredakteurin
China Business Forum
cbf@mdb-consult.com

China News

Königsblaue Fußballcamps in Kunshan

Schalke

Hohes Interesse an den China-Plänen des FC Schalke 04: Bei seinem Deutschland-Besuch informierte sich Staatspräsident Xi Jinping über die China-Pläne der Königsblauen. Denn Mitte Juli bereitet sich der Fußball-Bundesligist zum zweiten Mal in Folge in China auf die neue Saison vor. In Shanghai ist ein Welcome-Dinner in Kooperation mit NRW.Invest geplant, an dem chinesische Unternehmen wie Baidu und deutsche Firmen mit China-Aktivitäten teilnehmen. An dieses schließt sich die weiß-blaue Nacht mit 500 mitgereisten Fans an. In Zhuhai und in Changzhou stehen Freundschaftsspiele gegen Besiktas Istanbul und Inter Mailand auf dem Programm.
Im Rahmen seiner Internationalisierungsstrategie ist der FC Schalke 04 seit Jahren in China aktiv und fördert dort den Nachwuchsfußball. So haben 2015 und 2016 zehn Trainer der Knappen-Fußballschule und der Knappenschmiede Fußball-Camps für Nachwuchsspieler in Kunshan und Peking ausgerichtet. Während der Camps kristallisierten sich die besten Talente für eine regionale Eliteauswahl heraus.
Nun haben die Schalker eine dreijährige Vereinbarung mit der Stadtregierung von Kunshan zur Nachwuchsförderung geschlossen. Schalke ist mit eigenen Trainern und Scouts in China präsent. Die besten Talente erhalten die Möglichkeit, bei den Königsblauen zu hospitieren, talentierten chinesischen Spielern soll so der Schritt nach Europa ermöglicht werden.
Zugleich hat der Bundesligist in China eine digitale Offensive gestartet. „Wir kommunizieren mittlerweile über 20 chinesische Club-Media-Kanäle und Portale täglich mit rund 1,3 Millionen Menschen“, sagte Schalkes Marketing-Vorstand Alexander Jobst. Im Rahmen der Kooperation mit NRW.Invest nimmt Jobst auch an einer Podiumsdiskussion des Business & Investors Forum China 2017 am 19. Oktober in Duisburg teil, das von NRW.Invest veranstaltet wird.


Quelle: FC Schalke 04, NRW.Invest, Foto: FC Schalke 04

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Daten-Ingenieure und Erzieher gefragt

Erzieher

In China haben Daten-Ingenieure und Erzieher die größten Karrierechancen, meldet der 21st Century Business Herald. Grund dafür seien die digitale Transformation sowie die Zwei-Kinder-Politik. 
Bei den Hochschulabsolventen fanden Software-Entwickler am leichtesten einen Arbeitsplatz, ihre Beschäftigungsquote lag 2015 noch auf dem dritten Platz und kletterte im vergangenen Jahr auf Platz eins. Sechs Monate nach ihrem Hochschulabschluss hatten sie das zweithöchste Einkommen. Am meisten verdienten Absolventen des Fachs Informationssicherheit.
Bei den Ausbildungsberufen machten die Erzieher das Rennen. In den vergangenen fünf Jahren kamen sie mit ihrer Beschäftigungsquote vier Mal unter die Top 10 der Ausbildungsberufe. Chinesische Familien seien bereit, hohe Ausgaben für die Bildung ihrer Kinder auf sich zu nehmen. Seit Beginn der Zwei-Kinder-Politik steige die Nachfrage an Fachleuten in der Vorschulbildung, heißt es bei 21st Century Business Herald. Bisher gibt es in der ostchinesische Provinz Shandong nur 20.000 qualifizierte Erzieher. Doch allein 2016 wurden dort 1,77 Millionen Kinder geboren, 60 Prozent waren Geschwisterkinder.
Gute Aussichten haben der Studie zufolge auch Fachleute in der Automobilindustrie, im Gesundheitswesen und der Sportindustrie, während die Nachfrage nach Immobilienexperten sinkt. Allein 2016 fehlten im chinesischen Automobilsektor eine Million Fachkräfte, heißt es weiter. Die Studie verglich Daten von Beschäftigten mit denen von Hochschulabsolventen.

Quellen: People’s Daily Online, Software Info, Phoenix News, Foto: Thinkstock

China News

Chinesen lieben deutsche Häuser

Haeuser

Die Zahl der Chinesen, die in Deutschland Wohneigentum kaufen, steigt kontinuierlich, berichtet die Online-Ausgabe der FAZ. Besonders begehrt seien Neubauten in Frankfurt und Berlin, vor allem in teuren Lagen. In Frankfurt seien chinesische Käufer bereit, 9.000 Euro pro Quadratmeter zu bezahlen. Die Käufer stammten zumeist aus der Mittelschicht, die Immobilien dienten häufig als Kapitalanlage. Zurzeit werben deutsche Immobilienspezialisten denn auch auf Roadshows und Messen in Peking und Shanghai für ihre Bauprojekte. In Frankfurt wurden 2016 insgesamt 1.000 Wohnungen an Chinesen verkauft, das ist doppelt so viel wie im Vorjahr, sagte das Beratungsunternehmen JLL gegenüber der FAZ. Im selben Zeitraum kletterte die Zahl der Chinesen mit Erstwohnsitz in der Mainmetropole von 10.000 auf 14.000. Gründe dafür seien die gute Erreichbarkeit durch den Flughafen, das chinesische Generalkonsulat, Niederlassungen chinesischer Unternehmen sowie auf Chinesen spezialisierte Immobiliendienstleister, die eine Rundumbetreuung bis hin zur Finanzierung durch die deutsche Niederlassung der Bank of China anbieten. 
Auch chinesische Großinvestoren haben deutsche Immobilien entdeckt: Im Herbst 2016 erwarb der Staatsfond China Investment Corporation (CIC) 16.000 Mietwohnungen in Berlin, Kiel, Rendsburg und Köln. Im Juni übernahm CIC von Blackstone den Logicor-Fonds mit europäischen Gewerbeimmobilien für 12,25 Milliarden Dollar. Der Wert des deutschen Anteils beläuft sich etwa auf zwei Milliarden Dollar.

Quelle: FAZ online, Foto: Thinkstock

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Luxusuhren übers Internet

´TagHeuer

Die schweizer Uhrenmarke Tag Heuer wird Luxusuhren künftig über das Internet in China verkaufen. Das Unternehmen hat eine Kooperation mit dem zu Alibaba gehörigen Onlinewarenhaus Tmall geknüpft, meldet die Werbewoche. Bisher erzielt die Uhrenmarke gerade mal drei Prozent ihres Umsatzes in China, dieser Anteil soll ab 2020 auf zehn Prozent steigen.
Nun prüft auch Tag Heuers Mutterkonzern, der französische Luxusgüterkonzern LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton, diese Online-Strategie für seine 70 weiteren Marken. Mit den Kosmetikmarken For Ever, Guerlain und Sephora ist der Luxusgüterkonzern bereits auf Tmall präsent.
Tag Heuer ist die erste schweizer Uhrenmarke, die mit Alibaba zusammenarbeitet, heißt es bei der Werbewoche. Die Luxusbranche hatte lange gezögert, Produkte über Portale von Drittanbietern zu verkaufen. Ein Grund waren die vielen gefälschten Produkte in den Portalen. Im Rahmen der Kooperation hat sich Tmall verpflichtet, keine Fälschungen der Uhrenmarke zu verkaufen, sagte eine Tag-Heuer-Sprecherin.
Schweizer Marken überwachen mit großem Aufwand chinesische Plattformen. Der Verband schweizer Uhrenmarken ließ nach Angaben der Werbewoche im vergangenen Jahr 1,3 Millionen Angebote löschen.

Quelle: Werbewoche, Foto: Tag Heuer

2 Millionen

Reisen gab es 2016 zwischen China und Deutschland

Quelle: Welt

China News

Künstliche Intelligenz: Chinas Top-Leute

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China ist ein weltweit führendes Zentrum der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI), meldet die Unternehmensberatung McKinsey. Die 20 wichtigsten Köpfe, die sich im Land mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen, hat das Internetmagazin Topbots recherchiert. Auf Platz eins der KI-Rangliste landete Kai-Fu Lee, der ehemalige Präsident von Google China und Mitbegründer von Sinovation Ventures, einer Venture Capital Firma, die in Startups zur Künstlichen Intelligenz in den USA und in China investiert. Direkt dahinter folgt Qi Lu, der Group President und COO von Baidu. Auf dem dritten Platz landete sein Kollege Haifeng Wang, der das Thema Künstliche Intelligenz bei Baidu verantwortet. Vertreter von Baidu sicherten sich insgesamt acht Plätze unter den Top 20. Unter den 20 führenden KI-Köpfen sind sowohl Vertreter von Tencent, Alibaba, Didi Chuxing, Xiaoi und Horizon Robotics als auch Professoren der Tsinghua, Beihang und Peking Universitäten und der Chinese Academy of Sciences. Allein 2015 haben chinesische Wissenschaftler fast 10.000 Texte zur Künstlichen Intelligenz veröffentlicht.

Quellen: McKinsey Global Institute, TOPBOTS, Foto: TechCrunch/Flickr

 

China News

Deutsche Bank hofft auf Chinas Finanzmarkt

Boerse

Die Deutsche Bank setzt auf den Wachstumsmarkt Asien. In der weiteren Öffnung der chinesischen Finanzmärkte und der Internationalisierung des Renminbi sieht die Bank große Chancen, zitiert die Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung den neuen Asienvorstand der Bank. Die Region Asien-Pazifik trage rund eine Milliarde Euro zum Konzerngewinn vor Steuern bei und der Betrag solle gesteigert werden, hieß es weiter. In China hat das Institut mit der staatlichen China Development Bank vereinbart, gemeinsam drei Milliarden Dollar Seidenstraßen-Projekte zur Verfügung zu stellen. Während es beim bisherigen Asien-Engagement vor allem darum ging, westliche Unternehmen nach Asien zu begleiten, seien heute asiatische Unternehmen zu wichtigen Kunden geworden. Der chinesischen Mischkonzern HNA Group stieg im Mai als Großaktionär bei der Deutschen Bank ein und hält knapp zehn Prozent der Aktien.
Auch die britische Großbank HSBC verstärkt ihre China-Aktivitäten: Ende Juni erhielt sie die Erlaubnis für die Gründung eines Investmentbanking-Gemeinschaftsunternehmens in China.

Quelle: FAZ, NY Times, Foto: Thinkstock

 

China News

Gefährliche Antibiotika

Abiotika

Die Hälfte aller Antibiotika weltweit wird in China in der Medizin und in der Tierhaltung eingesetzt, schreibt die heute-Redaktion auf ihrer Online-Seite. Dieser übermäßige Konsum führe zu Unwirksamkeit und multiresistenten Keimen. Nun warnt die Weltgesundheitsorganisation vor einer Million Toten in China jährlich ab 2050. Im vergangenen Jahr hat die chinesische Regierung daher eine Strategie im Kampf gegen den falschen Einsatz von Antibiotika und gegen multiresistente Keime entwickelt. Doch das Bewusstsein in der Bevölkerung sei immer noch nicht hoch genug. Viele Patienten sähen in Antibiotika noch immer eine Allzweckwaffe. Laut heute.de setzen 80 Prozent der chinesischen Landwirte Antibiotika massiv in der Tierhaltung ein. Im internationalen Vergleich haben die Flüsse in China dem Guangzhou-Institut für Geochemie zufolge eine sehr hohe Konzentration an Antibiotikum. Im Durchschnitt 303 Nanogramm pro Liter. Zum Vergleich: in den USA wurden 120 Nanogramm, in Deutschland 20 Nanogramm pro Liter gemessen.

Quelle: heute.de

 

„Technologietransfer findet heute auf dem Arbeitsmarkt statt.“

Brigitte Wolff, President Greater China, EIM

Inside mdb

Volles Haus in der Kapellstraße

Buero

Vor einem Jahr ist das Medienbüro Düsseldorf | Beijing in neue Räume in der Düsseldorfer Kapellstraße gezogen. Diesen Sommer vergrößerte sich das Team um Astrid Oldekop und Larissa Pichler (2. von links) kurzzeitig. Tianyu Song (2. von rechts) aus Liaoning machte ein dreimonatiges Praktikum. Song studiert Medienwissenschaften in Düsseldorf und untersucht in ihrer Masterarbeit das Chinabild deutscher Medien. Anna Xu (Mitte) aus Duisburg tauchte während ihres Schülerpraktikums zwei Wochen lang in den Alltag einer Medienagentur ein. Grafik-Designerin Sue Yi (rechts) aus Changsha arbeitet nur ein paar Straßen weiter im eigenen Büro und kehrte just von einer Reise mit niederländischen Designstudierenden durch China zurück.

Foto: mdb

Inside mdb

Astrid Oldekop in der Handelszeitung

Handelsblatt

Die Konferenz chinesischer Ärzte der traditionellen chinesischen Medizin in Düsseldorf war Thema der Handelszeitung. Astrid Oldekop moderierte Veranstaltungen, die für deutsche Gäste geöffnet waren und führte Interviews mit traditionellen Ärzten. Darüber berichtete die chinesische Handelszeitung. Das Medium richtet sich an Chinesen in Europa und erscheint alle zwei Wochen mit einer Auflage von 20.000 Exemplaren. Es wird in Deutschland, der Schweiz, Holland, Österreich, Belgien, Luxemburg an Bahnhöfen und Flughäfen verkauft und liegt in chinesischen Reisebüros, Restaurants, Supermärkten, Vereinen und Schulen aus.

Quelle: Huashangbao, Foto: mdb

Inside mdb

China Business Kalender: Herbst-Termine planen

Der Juli ist noch prall gefüllt, doch im August machen China-Veranstalter Pause und auch im China Business Kalender herrscht einen Monat lang Flaute. Doch schon im September nehmen die China-Konferenzen, Seminare und Feiern im deutschsprachigen Raum wieder an Fahrt auf. Wer schon jetzt seinen China-Herbst planen will, kann Termine mit einem Klick in den eigenen Kalender übertragen.

China Business Kalender

1 Milliarde

Pakete sollen ab 2022 täglich in China verschickt werden. Zurzeit sind es 300 Millionen.

Quelle: Handelsblatt

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Mit Nudeln stricken, mit Lupen braten

KleineYe

Enten mit einer Lupe braten, Flusskrebse im Popcorn-Gerät garen, lange Nudeln zu Kissen stricken - mit unerwarteten Utensilien zeigt eine chinesische Büroangestellte kreative Kochkünste in ihrem Büro und veröffentlicht die Videos dazu unter dem Namen „Kleine Ye aus dem Büro“ (办公室小野). Auf Weibo hat sie inzwischen über 23 Millionen Follower und auf Youtube drei Millionen.
Über die Gründe für ihre Kochversuche während der Arbeitszeit wurde lange spekuliert. Gegenüber Tencent-News erklärte Ye, sie arbeite in einer kreativen Firma, in der sich eine Gruppe mit Videoproduktion beschäftige. Anfangs hätten sie und eine Kollegin die Videos aus Spaß produziert. Als die öffentliche Aufmerksamkeit zunahm, habe ihre Firma begonnen, sie zu unterstützen und die Videos zu inszenieren. Zurzeit profitiere sie viel von Pflanzen-Werbungen. Die Firma plant in dem nächsten Schritt einen Film oder eine TV-Serie über das Alltagsleben im Büro zu produzieren.

Kleine Ye aus dem Büro. 办公室小野. Weibo, Youtube

Weibo „Kleine Ye im Büro“Youtube „Ms Yeah Official Channel“

Quellen: heise online, Tencent News, Foto: mdb/Ye

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Jagd auf den Modedrachen

Mode

Die dynamische, im Westen noch weitgehend unbekannte Modeszene in Beijing, Shanghai und ganz China ist Thema des neuen zweisprachigen Online-Magazins Temper mit dem Motto „Chasing the fashion Dragon“. Die belgische Sinologin Elsbeth van Paridon hat das Magazin im Juli ins Leben gerufen. Auf Englisch und Chinesisch berichtet die Webseite in Features, Reportagen und über Lifestyle, Mode und Trends wie Wearables, „Taibei Street Style“ oder „The Politics of Dressing“. Der Ausdruck „Made in China“ erfahre im 21. Jahrhundert eine komplette Überarbeitung, meint die Temper-Redaktion. Diese Veränderungen spiegelten sich nicht nur in den Kollektionen wider, sondern seien auch Zeugen der sozialen Verschiebungen innerhalb von Chinas Gesellschaft.

Temper Magazin. The new Made in China. Online-Magazin.

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Partner, Gegenspieler oder Konkurrent

Militaer

China weitet seine Präsenz in der Welt seit einigen Jahren konsequent aus. Dazu gehören auch militärische Aktivitäten über den asiatisch-pazifischen Raum hinaus. Die chinesische Führung verabschiedet sich damit von Jahrzehnten der Zurückhaltung, die in der Politik der Nichteinmischung ihren Ausdruck fand. Beijing beansprucht jetzt für sich, die globale Sicherheitsordnung des 21. Jahrhunderts maßgeblich mitzugestalten. Wie sich China als wichtiger internationaler Akteur in der Sicherheitspolitik etabliert und was das für Europa bedeutet, hat das Mercator Institut für Chinastudien in der lesenswerten Studie „China’s Emergence as a Global Security Actor – Strategies for Europe“ untersucht. Die chinesischen Aktivitäten berühren zunehmend europäische Interessen – in Europa und seiner direkten Nachbarschaft, in Zentralasien und Afrika. China agiert dabei teilweise als Partner der Europäer, aber auch als Konkurrent und Gegenspieler.

Merics: China’s Emergence as a Global Security Actor – Strategies for Europe.

Foto: tpsdave/Fotonet

 

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China ist mehr als nur ein Markt

Markt

Fußball für Wanderarbeiter-Kinder, Bildung in armen Regionen, innovative Ideen für sauberes Trinkwasser – deutsche Unternehmen übernehmen Verantwortung für ihre chinesische Umgebung. Dafür wurden nun sieben Initiativen mit dem Preis „More than a Market“ ausgezeichnet: der Zulieferer Bosch, die Technologieunternehmen Freudenberg und Rose Plastic, die Chemieunternehmen Lanxess und Wacker, der Softwarehersteller SAP sowie ein Gemeinschaftsprojekt zum Thema Fußball. Seit 2015 wird die Auszeichnung von der Bertelsmann Stiftung, der AHK Shanghai und dem deutschen Generalkonsulat in Shanghai vergeben. Eine deutsch-chinesische Jury aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft wählte die Gewinner aus 80 Bewerbern mit 350.000 Mitarbeitern in Asien aus.
Ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer deutscher Unternehmen hat bisher 2.000 Kindern von Wanderarbeitern, die häufig nur beschränkten Zugang zu Bildung haben, zeitgemäßen Sportunterricht ermöglicht. Nun soll das „Kids Football Project“ auf 50 weitere Schulen, auch außerhalb von Shanghai, in Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern ausgedehnt werden. Die Kinder erwerben soziale Kompetenzen wie Respekt, Toleranz und Teamarbeit und lernen, dass körperliche Bewegung Teil eines gesunden Lebensstils ist. Zum Kick-off kamen Vertreter von Borussia Dortmund, zurzeit unterrichtet ein deutscher Coach einen Tag pro Woche in Schulen in Pudong, darüber hinaus geben nun 15 im Rahmen des Projekts ausgebildete Studierende Fußballunterricht an Schulen. Trainingseinheiten und Spiele mit deutschen und chinesischen Schulen sind geplant. „Deutschland und China sind mehr als nur ein Markt füreinander“, sagte Liz Mohn von der Bertelsmann Stiftung. „Nur jene Unternehmen werden erfolgreich sein, die auch bereit sind, soziale Verantwortung zu übernehmen.“

Bertelsmann Stiftung: China is more than a market for German companies. 2017.

„Wir haben ein gemeinsames Ziel: die Schaffung einer besseren Welt.“

Chinas Präsident Xi Jinping
Quelle: Welt

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Grüne Technologien bieten Marktchancen

Die chinesische Regierung setzt Umweltthemen – zu Hause und weltweit. 32 Milliarden US-Dollar haben chinesische Investoren 2016 für ausländische Firmen mit emissionsfreien Technologien ausgegeben. Die Aufwertung grüner Technologien in China bietet aber auch Chancen für ausländische Investoren. Für Unternehmen, die in Chinas Umweltbranche einsteigen wollen, hat das EU SME Centre seine Studie zum Green Tech Markt China überarbeitet. Diese analysiert im ersten Teil den Markt der konventionellen und erneuerbaren Energien. Im zweiten Teil stehen Wasser und Umwelt-Themen im Fokus. Es gibt Informationen zur Luft- und Bodenverschmutzung, zu Abfallwirtschaft sowie Entsorgungstechnologien.

EU SME Centre: The Green Tech Market in China. Teil 1: Energy; Teil 2: Water and Environment; je 50 Euro.

Quelle: EU SME Centre, IEEFA

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