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Astrid Oldekop

China Business
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13.12. Düsseldorf: Globale Verflechtungen
17.12. München: China 2018 Jahresrückblick

Newsletter 02.2018

China News
Inside mdb
Must Read

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Düsseldorf zeigen chinesische Unternehmen, dass Technologie-Transfer keine Einbahnstraße mehr ist, sondern auch in Richtung Deutschland stattfindet. Chinesen forschen  und entwickeln zunehmend in Deutschland. Und in Frankfurt kandidiert ein Chinese für den Posten des Stadtoberhaupts. Während wir hierzulande zu einem herrlich selbstverständlichen deutsch-chinesischen Miteinander gekommen sind, steigt in China der Unmut unter den Deutschen. Das Land stürzte auf der HSBC-Beliebtheitsskala der Expat-Standorte von Platz drei auf Platz 41 ab, und das in nur drei Jahren. Im selben Zeitraum haben Chinas Behörden 13.000 Webseiten und zehn Millionen Nutzer-Konten abgeschaltet. Jetzt sind die VPNs an der Reihe, die es den Nutzern erlaubten, Chinas Firewall zu umgehen. Am Ende des Jahr des Hahns fragen sich viele Expats, wie sie künftig mit dem Headquarter oder ihren Familien zu Hause kommunizieren werden.
In der Hoffnung auf ein weiterhin selbstverständliches und gutes deutsch-chinesisches Miteinander wünsche ich Ihnen ein schönes und erfolgreiches Jahr des Hundes!


Ihre Astrid Oldekop

 

AO

Astrid Oldekop
Chefredakteurin
China Business Forum
cbf@mdb-consult.com

China News

Digitale Bauklötze für Chinas Kinder

Lego

Ein soziales Netzwerk mit Online-Spielen für chinesische Kinder will der dänische Spielzeughersteller Lego gemeinsam mit dem chinesischen  Internetgiganten Tencent entwickeln. Während für Lego im Jahr 2016 das weltweite Geschäft mit den bunten Plastik-Bauklötzen zurückging, sind die Verkäufe auf dem chinesische Mark im selben Zeitraum um rund 30 Prozent gestiegen, meldet Fortune. Mit der neuen Plattform will Lego ein sicheres Online-Umfeld für Kinder mit maßgeschneiderten Inhalte schaffen. So sollen Kinder ihre Legokreationen künftig digital zum Leben erwecken können.
Im Dezember konnte Lego China einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen Billigimitate vermelden, schreibt der Spiegel. Die Dänen hatten gegen zwei chinesische Firmen geklagt, deren Bausteinsätze einer Lego-Serie ähnelten. Die Bausteine verletzten das Urheberrecht von Lego, Herstellung und Verkauf stellten unlauteren Wettbewerb dar, entschied ein chinesisches Gericht. Für Lego stellen Kopien aus China schon seit Langem ein Problem dar, mit dem Urteil kann das Unternehmen seine Position im Reich der Mitte stärken.

Quellen: LegoFortuneSpiegel, Foto: Pixabay

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China News

Chinesen forschen in Deutschland

Forscher

Chinesische Unternehmen haben Deutschland als Forschungsstandort entdeckt, jede dritte chinesische Firma in Deutschland betreibt hierzulande eigene Forschung und Entwicklung. Damit liegt das Land auf Platz drei im Ranking der Nicht-EU-Länder mit Forschungsaktivitäten in Deutschland, ist das Ergebnis der KPMG-Studie „Business Destination Germany 2018“. Auf Platz eins kommt die Schweiz, gefolgt von den USA. Für China stehen neben den klassischen Branchen wie Maschinenbau und Automobilindustrie auch Zukunftsbranchen wie Robotik, Medizintechnik und Biotechnologie besonders im Fokus. Die seit 2016 sprunghaft gestiegene Anzahl von Beteiligungen und Übernahmen an deutschen Unternehmen spreche eine eindeutige Sprache. „Die steigende Zahl von M&A-Deals verdeutlicht das große Interesse chinesischer Investoren an Deutschland im Zuge des Investitionsprogramms ‚Made in China 2025‘“, ergänzte Andreas Feege von KPMG. „Zukunftsweisende Technologien machen Deutschland zu einem strategisch wichtigen Investitionsziel.“

Quellen: KPMGMA Dialogue, Foto: Pixabay

China News

Park für Künstliche Intelligenz in Peking

KI

Im Pekinger Westen entsteht ein Industriepark für Künstliche Intelligenz (KI) mit 400 Unternehmen, meldet Xinhua. Peking steckt knapp zwei Milliarden Euro in das Projekt. Der staatseigene Entwickler, die Zhongguancun Development Group, hofft nach Angaben von Business Insider, mit ausländischen Universitäten zusammen zu arbeiten. Themen sind: Big Data, Biometrische Identifikation, Deep Learning und Cloud Computing. Der Park ist ein Baustein der ehrgeizigen Strategie der chinesischen Regierung, bis 2030 im Bereich der Künstlichen Intelligenz weltweit führend zu sein. Der nationale KI-Plan ist nach Angaben der FAZ unter anderem in den USA als Kampfansage aufgenommen worden – zumal der chinesische Staat den Markt für viele ausländische Anbieter sperre und die 750 Millionen das Internet nutzenden Chinesen dränge, die Dienste heimischer Tech-Unternehmen zu wählen.

Quellen: FAZBusiness Insider, Foto: mdb

China News

Schokoladenstadt und Maler-Ort

Schokolade

Ein weiteres gigantisches Projekt zur Stadtentwicklung soll kleinere chinesische Städte fördern und große Metropolen entlasten, meldet die WAZ und zitiert damit Reuters. 1.000 kleinere Städte sollen sich bis 2020 auf bestimmte Industrien spezialisieren, wobei von Schokoladenherstellung über Malerei bis hin zu Cloudcomputing alles möglich ist. Die Stadt Zhongxian etwa errichtet momentan ein E-Sport-Stadion für 6.000 Zuschauer. Einen Haken hat das Projekt: Die Stadt hat weder Flughafen noch Bahnhof.

Quellen: WAZ, Reuters, Foto: Pexels

China News

Schweizer Garten in Orange

Orange

Das schweizer Unternehmen M-Industrie weitet seine Aktivitäten in China aus und kooperiert mit Chinas größter Konsumentenplattform Tmall. Unter dem blumigen Namen „Orange Garten“ verkauft das Unternehmen künftig Haushalts- und Körperpflegeprodukte sowie ausgewählte Lebensmittel über Tmall. „Orange Garten“ ist die lautmalerische Übersetzung des chinesischen Namens, der auf die Schweiz und Europa verweist und vom Slogan „Hundert Jahre schweizer Exzellenz“ begleitet wird. Tmall ist Teil der Alibaba-Gruppe, M-Industrie gehört zum Migros-Konzern.
Seit September ist M-Industrie bereits im chinesischen Internethandel aktiv: Über die Online-Plattform NetEase Kaola vertreibt das Unternehmen Kaffee, Snacks und Getränke.
„Die Zusammenarbeit zwischen Migros und Tmall erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem wir eine zunehmende Nachfrage von chinesischen Konsumenten nach hochwertigen Produkten aus Europa feststellen. Tmall bietet qualitativ hochstehenden Marken und Herstellern einen direkten Zugang zu 488 Million aktiven Konsumenten in China“, erklärt Karl Wehne von Alibaba Europa. M-Industrie ist einer der größten Eigenmarkenproduzenten weltweit, zum Unternehmen gehören 25 Schweizer Marken wie Mibelle, Frey, Midor oder Jowa.

Quellen: MigrosOrange Gartenhorizont, Foto: flickr/Bonnie Moreland

4,8 Millionen

Ladepunkte für Elektroautos sollen bis 2020 in China entstehen. Zurzeit gibt es 190.000.

Quelle: Manager Magazin

China News

WeChat soll Personalausweis ersetzen

Eine Gesichtserkennungs-Software innerhalb der WeChat-App soll künftig dieselbe Funktion erfüllen wie der staatliche chinesische Personalausweis, mit dem sich Chinesen gegenüber Behörden autorisieren oder in Hotels einchecken können. Der echte Ausweis werde dann nicht mehr benötigt. Nach einem Bericht der South China Morning Post ist ein entsprechendes Pilotprojekt in Guangzhou gestartet und soll demnächst auf China weit ausgerollt werden. Die WeChat-App verwendet Gesichtserkennungssoftware zur Autorisierung: Der Nutzer blickt in die Kamera, die Software gleicht das Gesicht mit der von WeChat registrierten ID ab und bestätigt diese.
Tencent hat diese Software zusammen mit den Forschern des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit entwickelt. Dies sei ein Hinweis auf den möglichen offiziellen Charakter der Anwendung, folgert die FAZ. Hinter dem Angebot stehen dem Bericht zufolge auch chinesischen Banken und weitere Regierungsabteilungen. Für Tencent wäre die offizielle Anerkennung des Angebotes ein weiterer Schritt in Richtung bargeldloses Bezahlen über WeChat. Im vergangenen Sommer gab es in China bereits einen ähnlichen Versuch zum digitalen Ausweis: In Wuhan testeten 400.000 Menschen vorübergehend die elektronische ID des Bezahldienstes Alipay.

Quellen: FAZSCMP

China News

Eine Fahrkarte für hundert Städte

Metro

Eine landesweite Karte für den öffentlichen chinesischen Nahverkehr, die sowohl in Bussen als auch in U-Bahnen genutzt werden kann, soll noch im ersten Halbjahr dieses Jahres in China eingeführt werden. Zu den Städten gehören Peking, Shanghai, Guangzhou, Shenzhen, Tianjin, Hangzhou und Nanjing, meldet die Online-Seite „That’s China“. Die neue Karte soll ein China T-Union-Logo haben und mit jedem Terminal mit dem entsprechenden Symbol kompatibel sein. In den kommenden zwei Jahren soll man die Karte auch in Fähren und Taxis nutzen können.

Quelle: That’s China, Foto: mdb

China News

Chinese will Frankfurts Oberbürgermeister werden

4.000 Chinesen leben in Frankfurt, und ihre Zahl steigt. Nun kandidiert einer von ihnen um das Amt des Oberbürgermeisters: Der 53-jährige Unternehmensberater Ming Yang. Er stammt aus Sichuan und hat einen deutschen Pass. Der Wirtschaftswissenschaftler kam als Stipendiat nach Deutschland und zog nach seinem Studium in NRW nach Frankfurt. Ming Yang sitzt bereits in der kommunalen Ausländervertretung der Stadt und ist Delegierter im hessischen Landesausländerbeirat. Zeitgleich ist er in chinesischen Netzwerken aktiv: als Vize-Vorsitzender des Verbands der Chinesen in Europa sowie als Chef des Bunds der mittelständischen chinesischen Unternehmen. „In Frankfurt habe ich meine neue Wahlheimat gefunden“, sagt Yang gegenüber dem Journal Frankfurt. „Ich bin stolz in so einer vielfältigen und bunten Stadt zu wohnen.“ Am 25. Februar wird Frankfurts amtierende Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sein Amt verteidigen, elf weitere Kandidaten treten zur ersten Runde an.

Quellen: FRJournal FrankfurtChina Rundschau

„Wir beobachten ein verstärktes Interesse an Übernahmen von chinesischen Unternehmen.“

Stefan Kracht, Fiducia Management Consultants, über das wieder erwachte Interesse deutscher Mittelständler an chinesischen Unternehmen
Quelle: M&A Dialogue

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Drachenreiter am Rhein

Drache

Der Technologie-Transfer mit China ist längst keine Einbahnstraße mehr. Das ist auch in Nordrhein-Westfalen spürbar: Chinesische Unternehmen setzen hierzulande innovative Impulse. Im Gegenzug forschen und entwickeln deutsche Unternehmen zunehmend in China. Im aktuellen Magazin der IHK Düsseldorf untersucht Astrid Oldekop die Auswirkungen dieser neuen Art von Technologie-Transfer und sprach mit Vertretern chinesischer und deutscher Unternehmen. „Smarte Technologien fallen in China auf fruchtbaren Boden“, erklärt Sun Jie, Deutschland-Geschäftsführer des Telekommunikationsausstatters ZTE. Chinesen seien digitalen Technologien gegenüber offener und nutzten ganz pragmatisch das, was das Leben verbessere. Von den umfangreichen Erfahrungen in China – zum Beispiel bei eHealth-Anwendungen für ältere Menschen – profitierten auch Düsseldorfer Senioren. Auch deutsche Unternehmen setzen auf Anstöße aus China. „Wenn man Ambitionen hat, weltweit führender Software-Anbieter im IoT-Bereich zu sein, kommt man an China nicht vorbei“, weiß Cumulocity-CEO Bernd Groß.

Dragon goes digital

Foto: IHK Magazin/Screenshot

Inside mdb

Chinas Porzellan-Hauptstadt Jingdezhen

Porzellan

Dünn wie Papier, weiß wie Jade, hell wie ein Spiegel und so klingend wie eine Glocke, so lautet die poetische Beschreibung des Porzellans von Jingdezhen. Die Stadt in der Provinz Jiangxi gilt als Porzellan-Hauptstadt Chinas und ist heute Schauplatz einer großen Porzellanmesse. Hier wurde seit 2.000 Jahren Keramik produziert. Astrid Oldekop hatte die Gelegenheit, die Holz-Befeuerung des traditionellen Jade-Ofens von Meister Huang Guojun (Foto) mitzuerleben. Heute leben in der Stadt, in der selbst die Flughafenfassade und die Straßenlaternen aus blau-weißem Porzellan sind, viele chinesische Künstler wie Li Yuduan und einige internationale Künstler wie die Deutsch-Australierin Diana Williams.

Foto: mdb

Inside mdb

Nach dem Frühlingsfest

Fruehling

Zurzeit stapeln sich die Einladungen zu Empfängen anlässlich des Frühlingsfestes, das am 16. Februar gefeiert wird. In China folgen auf das große Essen am Vorabend des Festes 15 ruhige Tage bis zum Laternenfest. In Deutschland kommt die China Business Community jedoch nicht zur Ruhe. So bleibt die Zahl der China-Termine auch im Jahr des Hundes hoch: Unterschiedliche Veranstalter geben einen Ausblick auf politische und wirtschaftliche Entwicklungen im neuen Jahr. Mehrere Unternehmerreisen, unter anderem zu den Themen Digitalisierung und Umwelt führen ins Reich der Mitte. Messen laden ein zu China-Symposien und Konferenzen. Der China Business Kalender hilft dabei, den Überblick über die Vielzahl der Termine zu behalten.
Ist Ihr Termin noch nicht aufgenommen? Dann schreiben Sie uns an kalender@mdb-consult.com

Foto: mdb

120 Millionen

Dollar investiert Google in die 2015 gegründete mobile Livestream-Spieleplattform Chushou.

Quelle: CNBC

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Tanz die Seidenstraße

Seidenstrasse

Für gute Laune will ein von der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua produziertes Seidenstraßen-Werbevideo sorgen: Chinesische Rapper, tanzende Studentinnen, ein Chor und ein Mensch im Pandakostüm tanzen rund um die Welt und bejubeln die globalen Vorzüge der „One Belt, One Road“-Initiative. Dazu gibt es Bilder vom Hafen in Piräus, Suezkanal und dem pakistanischen Karakorum Highway, aus Thailand, Australien, Sri Lanka, Malaysia und Weißrussland. Die Boygroup rappt auf Chinesisch: „Wenn die Seidenstraße Malaysia erreicht, bekommt der malaysische Junge einen neuen Job und kann den Bund mit seiner Liebe knüpfen“ und lobt: „Mehr Züge, mehr Schiffe, mehr Flugzeuge“. Völlig abstrus wird es für den westlichen Betrachter, wenn der klassische Chor singt: „Gegenseitiger Nutzen, gemeinsame Verantwortung und geteiltes Schicksal“, „Seidenstraßen Fonds, BRICS Bank, Asiatische Infrastrukturbank“, während ein Panda über die Bühne stolpert und eine Stimme aus dem Off auf Englisch verkündet: „Extensive consultation, joint contribution and shared benefits“. Auch wenn das Video beim westlichen Betrachter für Stirnerunzeln sorgen mag – es bleibt unsere Empfehlung für eine kurze Arbeitspause.

Xinhua: Belt and Road, Sing Along. Video.

Foto: Xinhua, Youtube/Screenshot

Must Read

Schwieriges Chinesisch

Macron

Frankreichs Präsdent Emmanuel Macron hat ein Video auf Twitter geteilt, das zeigt, wie er bei seinem Staatsbesuch in China den Satz „Make the Planet great again“ auf Chinesisch übt. Im Netz erntete er für die Bemühungen um seine chinesische Aussprache viele Likes. Die chinesische Staatspresse war weniger beeindruckt. China Daily schrieb: Wie schwer ist es denn, Chinesisch zu lernen? Der Übersetzer ist fast zusammengebrochen, als er Macron diesen Satz beibrachte.

Zum Video geht's hier

Foto: BBC News, Youtube/Screenshot

Must Read

Bonitätssystem: Zuckerbrot und Peitsche

Merics

Mit einem umfassenden gesellschaftlichen Bonitätssystem will China seine Bürger und Unternehmen überwachen und ihr Verhalten steuern. Das komplexe Projekt werde nahezu alle Bereiche des Alltags durchdringen, schreiben die Autoren Mareike Ohlberg, Shazeda Ahmed und Bertram Lang im aktuellen Merics China Monitor. Während die Zentralregierung daran arbeite, den Datenaustausch zwischen Behörden zu verbessern und Daten zentral zu bündeln, experimentierten Provinzen und Städte bereits mit verschiedenen Methoden, Daten zu sammeln und unliebsames Verhalten zu sanktionieren. Wenn jemand die Straße bei Rot überquere oder seine Eltern nicht regelmäßig besuche, wirke sich das negativ auf seine Bonitäts-Bewertung aus. In China werde, so ein zentrales Ergebnis der Analyse, die Notwendigkeit des Systems nicht infrage gestellt. Parteistaatliche und private Medien begrüßten vielmehr die zusätzliche Sicherheit und Verlässlichkeit, die das System für das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben schaffe. Auch in sozialen Medien konnten die Autoren nur wenige kritische Beiträge finden. Vielen Bürgern sei das mögliche Ausmaß der Überwachung nicht bewusst.

Mareike Ohlberg, Shazeda Ahmed, Bertram Lang: Central Planning, Local Experiments. Merics Monitor.

Grafik: Merics

„Wir wollen die Menschen digitalisieren.“

WeChat-Manager Geng Zhijun
Quelle: FAZ

Must Read

Wegweiser für Dienstleister

China entwickelt sich vom Produktionsstandort zur Dienstleistungsgesellschaft, der aktuelle Fünfjahresplan will wissensintensive und unternehmensnahe Dienstleistungen fördern. Nun hat GTAI eine aktuelle Version des China-Länderberichts für Dienstleister vorgelegt. Denn neben dem Service bei der Installation von Investitionsgütern wächst in China der Bedarf an ausländischen Dienstleistungen und Knowhow, besonders in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien, Internet- und Softwareentwicklung sowie Logistik. Auch die Infrastrukturentwicklung und Montagedienstleistungen haben Konjunktur.
Im Gegensatz zur reinen Warenlieferung werfe die Erbringung von Dienstleistungen in China in rechtlicher Hinsicht allerdings komplexe Fragen auf, schreiben die Autoren – bei Dienstleistungen, die von der eigenen Niederlassung vor Ort erbracht werden, aber auch bei zeitlich begrenzten grenzüberschreitenden Projekten. Der Bericht bietet außerdem einen Überblick über alle wichtigen Aspekte der Mitarbeiterversendung für Dienstleister - von Rechtsthemen wie Entsendevertrag, Anerkennung von Befähigungsnachweisen, Arbeitsschutzbestimmungen, Sozialversicherung bis hin zu technischen Normen und Konkursrecht.

Robert Herzner, Frauke Schmitz-Bauerdick: Dienstleistungen erbringen in der VR China. GTAI. Online.

Must Read

Roter Schwan nach dem 19. Parteitag

Schwan

„Der rote Schwan. Wie unorthodoxe Politikgestaltung Chinas Aufstieg erleichterte“, ist der Titel des in Hongkong auf Englisch und Chinesisch erschienen Buches des scheidenden Merics-Direktors Sebastian Heilmann. Für die Sozialwissenschaften sei China eine Herausforderung, schreibt der Autor. Denn die Kombination eines widerstandsfähigen kommunistischen Staates und einer schnell wachsenden, international wettbewerbsfähigen Wirtschaft stelle die konventionellen Modelle der wirtschaftlichen Entwicklung und des politischen Wandels in Frage. Heilmann untersucht Chinas staatliche Aktionsprogramme und ihre Implementierung. Die politische Entscheidungsfindung beruhe auf einer ungewöhnlichen Kombination aus langfristigen nationalen Agenden und vielfältigen lokalen politischen Experimenten. Gerade diese Kombination biete einen wirksamen Mechanismus für politische Innovation und Korrekturen und schaffe so eine starke Anpassungsfähigkeit an wirtschaftliche und technologische Veränderungen.

Sebastian Heilmann: Red Swan. How Unorthodox Policy-Making Facilitated China’s Rise. The Chinese University Press. 2018

Foto: Pexels/mdb

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