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Astrid Oldekop

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19.11. Frankfurt/Main: 5. Deutsch-Chinesische Wirtschaftskonferenz
19.11. Stuttgart: Beratungsgespräche Chinageschäft

Newsletter 08.2018

China News
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Sehr geehrte Damen und Herren,

ein chinesisches Unternehmen baut eine Batteriefabrik in Erfurt, ein deutscher Chemiekonzern investiert Milliarden in Guangdong, Siemens und Alibaba erforschen gemeinsam das Internet der Dinge. Der Handelsstreit zwischen Washington und Peking scheint Chinesen und Europäer noch näher zusammen zu bringen. Mitten in diese Schönwetter-Lage platzte die Meldung vom geplanten Verbot des Verkaufs von Leifeld Metal Spinning. Zum ersten Mal wollte die Bundesregierung die Übernahme eines deutschen Unternehmens durch Chinesen verbieten. In letzter Minute zog Yantai Taihai sein Angebot für den westfälischen Mittelständler zurück. Wird Leifeld damit zum Präzedenzfall?



Eine kurzweilige Lektüre wünscht

Ihre Astrid Oldekop

 

AOAstrid Oldekop
Chefredakteurin
China Business Forum
cbf@mdb-consult.com

China News

Bosch investiert in chinesische Start-ups

 

Bosch

Der Technologiekonzern Bosch sucht nach innovativen chinesischen Start-ups. Zum zehnten Geburtstag von Robert Bosch Venture Capital (RBVC) eröffnete Boschs Risikokapital-Arm ein Büro in Shanghai. „In China entstehen täglich Tech-Start-ups mit interessanten Produkten und Services. Durch unser lokales Engagement können wir noch aktiver in der Szene agieren“, sagte RBVC-Chef Ingo Ramesohl. Im Fokus sind Start-ups aus den Bereichen künstliche Intelligenz, Internet der Dinge, automatisiertes Fahren, Augmented und Virtual Reality sowie Blockchain. Bisher war RBVC von Deutschland aus in China aktiv und hat bereits fünf Investments getätigt. Weltweit ist der VC-Arm von Bosch an fünf Standorten aktiv. Durch den Kontakt mit und die Förderung von innovativen Unternehmen will der Konzern einen Wandel der eigenen Unternehmenskultur anstoßen.

Quellen: Bosch, Automobilwoche, Foto: Bosch

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ICE-Konkurrent CRRC drängt nach Deutschland

CRRC

Der chinesische Zughersteller CRRC hat einen ersten Auftrag für den Bau von Spezialloks von der deutschen Bahn erhalten. Der Auftrag für den weltgrößten Zughersteller ist der Beginn einer neuen Ära in der Bahnbranche und zugleich ein Angriff auf Siemens, analysiert die Wirtschaftswoche. Denn CRRC versucht schon lange, auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen. Seit einigen Jahren hat CRRC eine Europa-Zentrale in Wien und sucht nach Aufträgen oder Zukäufen. Für den privaten Bahnbetreiber Leo Express baut CRRC Regionalzüge. Die geplante Übernahme des tschechischen Zugbauers Skoda kam nicht zustande. Der deutsche Bahnmarkt wird bisher dominiert von Siemens, Alstom, Bombardier und Stadler. Nun kommt CRRC dazu. Bei den Rangierloks war das Unternehmen der einzige Bieter, der Auftrag war für die anderen Produzenten zu unbedeutend, schreibt die Wirtschaftswoche. Die Spezialfahrzeuge sollen Baumaschinen an ihren Einsatzort bringen und auf Baustellen bewegen und werden 2021 geliefert. Zunächst muss das Eisenbahn-Bundesamt die Technik allerdings noch zulassen.

Quellen: Wiwo, Focus, Foto: Wikimedia

 

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Siemens gibt Starthilfe für Chinas Gasturbinen

Siemens

Das Geschäft mit großen Gasturbinen ist in Zeiten der Energiewende weltweit eingebrochen. China gilt als einer der großen Hoffnungsmärkte für die Hersteller. Nun plant das Land, große Gasturbinen selber zu entwickeln und Siemens könnte dabei helfen, schreibt das Handelsblatt. Der Technologiekonzern prüft die technologische Zusammenarbeit mit der State Power Investment Corporation. Wenn China auf eigene Turbinen setzt, dürfte der Marktzugang für die westlichen Anbieter allerdings schwieriger und der Verdrängungswettbewerb noch härter werden, prognostiziert das Handelsblatt.
Siemens wolle die Chinesen bei der Forschung und Entwicklung unterstützen und Training sowie Technologieberatung geben, schreibt die Wirtschaftszeitung weiter. Auf dieser Basis könnten die Chinesen dann in den nächsten Jahren eine eigene Gasturbine entwickeln. „Gemeinsam als Partner können wir Großes zum Wohle der chinesisch-deutschen Beziehungen erreichen“, sagte Siemens-Chef Joe Kaeser.

Quelle: Handelsblatt, Foto: Flickr/Gesamtmetall

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CATL baut Batteriefabrik in Erfurt

CATL

Der chinesische Hersteller CATL baut in Thüringen eine der größten Batteriezellen-Fabriken für Elektroautos in Europa. Bis 2022 will das Unternehmen 240 Millionen Euro in das Werk in Erfurt investieren und 600 neue Arbeitsplätze schaffen, meldet der Online-Dienst Heise. Langfristig könnten laut dpa bis zu 1.000 Arbeitsplätze entstehen. Die Investitionssumme werde sich nach 2022 noch erhöhen, sagte CATL-Vorstandschef Robin Zeng: „Die Investition in Thüringen ist nur der erste Schritt.“ CATL will neben der Produktion von Lithium-Ionen-Batterien auch Energiespeicher für Strom aus regenerativen Quellen liefern. Der Autobauer BMW hat bereits einen Milliardenauftrag an CATL vergeben.
In Erfurt soll ebenfalls an neuen Batterietechniken geforscht werden, CATL hat dafür eine Förderung von 7,5 Millionen Euro erhalten.

Quellen: Spiegel, Tagesspiegel, Foto: Wikimedia

China News

NRW: Automobilzulieferer Yanfeng ausgezeichnet

NRWInvest

Der chinesische Automobilzulieferer Yanfeng ist mit dem NRW.Invest Award für herausragende Investitionen und ein klares Bekenntnis zum Standort Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. Yanfeng ist spezialisiert auf die Innenausstattung von Fahrzeugen und in diesem Segment weltweit führend. Das Produktspektrum reicht von Mittelkonsolen über dekorative Verkleidungselemente bis hin zu intelligenten Oberflächen. Von der Europazentrale in Neuss mit rund 600 Beschäftigten werden 15 weitere Standorte in Europa gesteuert. Im Februar hat Yanfeng dort ein Innovationszentrum zur Zukunft des Autoinnenraums eröffnet. „Internationale Investoren sind zugleich wichtige Arbeitgeber, Innovationstreiber und Wirtschaftsmotoren. Diese wichtigen Beiträge würdigen wir mit der Verleihung des NRW.Invest Award“, erklärte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (rechts). „Unsere Preisträger zeigen, dass sich NRW im zunehmenden Wettbewerb um internationale Investoren auch dank einer aktiven Ansiedlungspolitik behaupten kann“, resümierte Petra Wassner, Geschäftsführerin von NRW.Invest (2. von rechts). Außerdem auf dem Foto zu sehen: Laudator Burkhard Dahmen von der IHK zu Düsseldorf (links) sowie Joseph Lee, Vice President und Deputy General Manager Europe and South Africa von Yanfeng Automotive Interiors (2. von links).
Mit dem NRW.Invest Award wurden insgesamt vier Unternehmen ausgezeichnet: der US-amerikanische Online-Händler Amazon, das britische Systemhaus Computacenter sowie das japanische Hightech-Unternehmen Shimadzu.

Quelle und Foto: NRW.INVEST

 

„Was in China funktioniert, lässt sich auch in Deutschland einsetzen.“

JD.com-Chef Richard Liu über die Deutschland-Pläne des Online-Händlers.

Quelle: Handelsblatt

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BASF investiert zehn Milliarden Euro in Guangdong

BASF

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat seine größte alleinige Auslandsinvestition angekündigt: In Zhanjiang in der Provinz Guangdong wird der Konzern stufenweise seinen größten Standort in Asien errichten – in alleiniger Regie und ohne Joint Venture Partner. Dafür wollen die Ludwigshafener zehn Milliarden Euro investieren, schreibt die Online-Seite der Welt. Der neue Hightech-Standort soll ein Smart-Manufacturing-Konzept besitzen und 2030 fertig sein, die erste Anlage könnte schon 2026 in Betrieb gehen. Zhanjiang wird nach Ludwigshafen und Antwerpen der drittgrößte BASF-Standort.
In China ist BASF bisher mit einem Joint-Venture mit Sinopec in Nanjing vertreten und hat Chemie-Anlagen in Shanghai und Chongqing. Durch die neue Investition wird das Unternehmen zum größten ausländischen Investor in der Chemieindustrie Chinas. 2017 machte der Konzern in China, inklusive Taiwan, einen Umsatz von 7,3 Milliarden Euro und beschäftigte 9.000 Mitarbeiter.

Quelle: Welt, Foto: Flickr/BASF

 

China News

Übernahme von Leifeld geplatzt

Leifeld

In letzter Minute hat die chinesische Yantai Taihai Corporation den Kauf des westfälischen Mittelständlers Leifeld Metal Spinning abgesagt, meldet die FAZ. Zuvor war bekannt geworden, dass die Bundesregierung im Falle Leifeld erstmals die Übernahme eines deutschen Unternehmens durch chinesische Investoren verbieten wollte. Das 1891 gegründete Unternehmen aus Ahlen in Westfalen ist Technologieführer bei hochfesten Materialien, die in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz kommen, aber auch im Nuklearbereich verwendbar sind. Leifeld hat 200 Mitarbeiter und macht einen Jahresumsatz von 40 Millionen Euro. Seit 2011 bedient eine Tochtergesellschaft von Shanghai aus den asiatischen Markt.

Quellen: FAZWirtschaftswoche, M&A Dialogue, Foto: Leifeld

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Breuninger feiert mit Alipay und WeChat

Breuninger

In den elf Kaufhäusern von Breuninger können chinesische Touristen künftig bargeldlos mit ihrem Smartphone bezahlen und dafür Alipay oder WeChat benutzen. Technisch möglich macht das der Spezialist für digitale Finanztechnologien Wirecard. Damit ist Breuninger die erste deutsche Warenhaus-Kette, die in allen Häusern beide führende chinesische Bezahloptionen anbietet. So will die Kette attraktiv für chinesische Touristen werden. 2017 reisten 12,4 Millionen Chinesen nach Europa, Breuninger erwartet einen Anstieg auf 20,8 Millionen in den kommenden vier Jahren. „Bei vielen chinesischen Touristen ist Luxus-Shopping ein fester Bestandteil des Urlaubs in Europa“, erklärte Breuninger-Chef Holger Blecker bei der Feier zur Einführung der Bezahldienste in Düsseldorf den Schritt.

Quelle: Breuninger, Foto: Ast/Jürgens

4.040

Unternehmen für Künstliche Intelligenz gibt es in China – in den Bereichen Smart Home, Smart City, autonomes Fahren, Gesundheit und Einzelhandel.

Quellen: Weißbuch von Beijings städtischer Kommission für Wirtschaft und Informationstechnologie, China Daily

China News

Xiaomi wird zum Wunscharbeitgeber

Xiaomi

Der chinesische Elektronik-Konzern Xiaomi ist in die Gruppe der beliebtesten Arbeitgeber chinesischer Studierender aufgestiegen, meldet das Marktforschungsinstitut Universum, das 56.000 Studierende in China befragt hat. Bei Studierenden technischer Fachrichtungen kletterte Xiaomi auf Platz vier im Ranking, bei den Wirtschaftswissenschaftlern auf Platz 24. Xiaomi ist der weltweit fünftgrößte Smartphonehersteller. Das Unternehmen wurde bekannt für erschwingliche iPhone-Alternativen und Internet-fähige Reiskocher. Weitere Wunscharbeitgeber chinesischer Studierender sind Alibaba, Huawei und Tencent.
Bei der Auswahl eines Arbeitgebers spielen sowohl die Aufstiegschancen als auch ein kreatives Arbeitsumfeld eine große Rolle für junge Chinesen. Auch Work-Life-Balance und flexible Arbeitszeiten werden immer wichtiger. Dieser Trend wird anhalten, prognostiziert Universum. Denn junge Chinesen achteten vermehrt auf „immaterielle Dinge“ wie Arbeitsumfeld und Unternehmenskultur.

Quellen: Universum, CNN, Foto: Wikimedia

China News

Wettermanipulation im Himalaya

Tibet

Der Klimawandel führt im Hochland Tibets zum Abschmelzen der Gletscher und zum Auftauen der Permafrostböden. Der Niederschlag ist in manchen Gegenden drastisch zurückgegangen, die Temperaturen steigen schneller als der globale Durchschnitt. Um die Regenmenge zu erhöhen, will die chinesische Regierung nun das Wetter manipulieren. Dafür hat sie 140 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Auf einer Fläche von 1,6 Millionen Quadratkilometern werden Brennöfen errichtet, die Wolken mit Chemikalien wie Silberjodid anreichern, meldet Heise Online. Kritiker nennen diese Methode ineffizient oder ungenau und bemängeln, dass der Regen lediglich umverteilt wird. Bisher wurden 500 Brennöfen errichtet. 30 Wettersatelliten stellen Daten für die Steuerung der Öfen zur Verfügung.

Quelle: heise online, Foto: Flickr/Christian Ortiz

„Es gibt das starke Gefühl, dass China das 21. Jahrhundert gestalten kann.“

Siemens-Chef Joe Kaeser.
Quelle: LinkedIn

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China 4.0: Herausforderung für westliche Denkmuster

Seidenstrasse

China ändert sich, schneller als vielen im Westen bewusst ist. Über den Wandel in China seit dem Amtsantritt von Staatspräsident Xi Jinping im Jahr 2013 und die langfristige Strategie bis zum 100. Geburtstag der Volksrepublik im Jahr 2049 sprach Astrid Oldekop auf Einladung von Soroptimist International Düsseldorf-Königsallee im Industrieclub Düsseldorf: Vom weltumspannenden Seidenstraßen-Projekt über die China 2025-Aspirationen bis hin zur geplanten digitalen Steuerung der Gesellschaft durch das soziale Punktesystem entwarf sie ein Bild eines Landes, das zur Herausforderung für westliche Denkmuster und Gesellschaften geworden ist. Konsens der nachfolgenden Diskussion: Deutschland benötigt mehr China-Kompetenz.

Foto: Thinkstock

Inside mdb

China Business Kalender: Der Drache tanzt in NRW

Drachen

Nach der Sommerpause nehmen die China-Veranstaltungen in Deutschland wieder an Fahrt auf: Am 14. September laden NRW.Invest, das China-Kompetenzzentrum Düsseldorf und die Deutsch-Chinesische Wirtschaftsvereinigung zum Business and Investors Forum China nach Düsseldorf. Im Rahmen des Forums wird der 5. DÜSSELDORFER CHINA DIALOG stattfinden, den Astrid Oldekop moderiert. Thema: Die Stadt von Morgen: Smart City in Deutschland und in China. Am 15. September findet das Chinafest in Düsseldorf statt. Es steht unter dem Motto: Der Drache tanzt in Düsseldorf. Über diese und viele andere Veranstaltungen für die deutschsprachige China Business Community informiert der China Business Kalender.
Ist Ihr Termin noch nicht im China Business Kalender aufgenommen? Dann schreiben Sie uns an kalender@mdb-consult.com.

Foto: Pixabay

Inside mdb

Rasanter technologischer Fortschritt

 

CIO

„China holt nicht mehr nur auf, China ist schon da“– gleichermaßen überrascht wie beeindruckt fasste ein Teilnehmer zusammen, was die knapp 20 IT-Entscheider erlebten, die mit CIO Magazin und WHU eine Woche nach Peking und Tianjin reisten. Astrid Oldekop begleitete die Reise, gab China-Trainings und gestaltete das Programm mit. Die aktuelle Ausgabe des CIO Magazins berichtet ausführlich über das China-Modul, das im Rahmen des Leadership Excellence Programms der WHU stattfand. Das Magazin gibt Antworten auf folgende Fragen: Weshalb sich Firmen trotz aller Widerstände mit China beschäftigen sollten. Wieso wir immer noch so wenig über den rasanten technologischen Fortschritt erfahren. Wie sich gerade das chinesische Bewusstsein verändert.

Foto: CIO Magazin

49,7%

der berufstätigen Chinesinnen sind kinderlos.

Quellen: Xinhua, Merics

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Neues Wirtschaftsmagazin China Insight

ChinaInsight

Ein lesenswertes und umfassendes Wirtschaftsmagazin zu China-Themen hat der deutsch-chinesische Ökopark in Qingdao heraus gebracht: China Insight. Die Titelgeschichte der ersten Ausgabe zieht Bilanz nach 40 Jahren Reform und Öffnung: Sie beleuchtet Chinas Umweltpolitik und den langen Weg des Landes zur nachhaltigen Zivilisation. Die Zeitschrift, die quartalsweise erscheint, bietet nicht nur journalistisch aufbereitete Informationen aus dem Qingdaoer Ökopark, sondern behandelt ebenfalls die Erwartungen deutscher Unternehmer in China und wirtschaftsrechtliche Themen. Neben Branchennews gibt es Interviews – unter anderem mit Heinrich von Pierer - und Porträts sowie Informationen aus Gesellschaft und Kultur, darunter Betrachtungen zur Gender-Debatte von Wolfgang Kubin.
„Auch im vierzigsten Jahr der chinesischen Öffnung müssen noch viele Missverständnisse ausgeräumt werden“, schreibt Chefredakteur und China-Kenner Peter Tichauer. „Gebraucht werden objektive Informationen über die Wirtschaft des Landes, das nicht einmal ein halbes Jahrhundert benötigte, um aus der Armut zu kommen und in vielen neuen Technologiebereichen Trends zu setzen.“ Diese Informationen bietet China Insight -  dicht dran am Geschehen, mit China-Wissen aus dem Inneren.

Deutsch-chinesischer Ökopark: China Insight. Wirtschaftsmagazin.

Foto: China Insight/mdb

Must Read

Kritische Beobachter der Seidenstraße

Pumps

Zwei bemerkenswerte Projekte beobachten die Entwicklung der neuen Seidenstraße: Eine Gemeinschaftspublikation von Stiftung Asienhaus und Chinadialogue untersucht die Auswirkungen der Belt and Road Initiative (BRI) auf die Entwicklungsperspektiven von betroffenen Ländern: auf die Umwelt, die soziale Stabilität sowie die internationalen Beziehungen. Auf einer regelmäßig aktualisierten Webseite untersucht das Mercator Institute for China Studies (Merics) Entwicklungen rund um die Seidenstraße und visualisiert das Fortschreiten der Initiative in regionalen und thematischen Karten. Der Merics Belt and Road Tracker ist eine Datenbank mit zurzeit über 1.000 Projekteinträgen. Registriert werden nicht nur Projekte, die von der chinesischen Regierung explizit als „Teil von BRI“ eingestuft wurden, sondern auch Vorhaben mit chinesischer Beteiligung, die den Zielsetzungen der Initiative entsprechen.

Stiftung Asienhaus, Chinadialogue: Silk Road Bottom-Up. Regional voices on the Belt and Road Initiative. Studie.

Merics: Belt and Road Tracker. Webseite.

Foto: Flickr/Randomix

„China wird den deutschen Online-Handel verändern.“

Alibaba Deutschland-Chef Karl Wehner.
Quelle: Business Insider

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Schwieriges Umfeld für deutsche Architekten

Archi

Für deutsche Architekten, Fachplaner, Ingenieure und Bauunternehmen ist China seit Jahren interessant. Wenn hohe Qualität oder Technologien wie Energieeffizienz oder nachhaltiges Bauen benötigt würden, blieben deutsche Dienstleistungen auch in Zukunft gefragt. Dennoch wird der Markt für deutsche Architekten zunehmend schwieriger. Eine Studie von Germany Trade & Invest (GTAI) untersucht folgende Themen: rechtliche Rahmenbedingungen, Planungs- und Bauablauf, Geschäftschancen, Markterschließung und Auftragsvergabe.
Das Fazit: Deutsche Architekten haben es in China nicht leicht. Der Anteil internationaler Architekturfirmen sei gering, lokale Wettbewerber würden stärker und die Zahl der in Frage kommenden Projekte sinke. Während es bei einigen ausländischen Architekturbüros gut laufe, haben einige sogar China verlassen - wie die Schweizer Herzog & de Meuron oder das Kopenhagener Büro BIG. „Den technologischen Vorsprung, den deutsche Büros früher hatten und durch den sie sich positionieren konnten, haben wir im Wesentlichen verloren“, resümiert Johannes Dell, Partner von AS+P. Bei Alltagsprojekten würden in der Regel aus Kostengründen chinesische Architekten beauftragt. Bei staatlichen Aufträgen seien die Kosten zwar weniger relevant, trotzdem sei eine Bevorzugung lokaler Firmen zu beobachten. Zudem gäbe es seit 2014 eine Rückbesinnung auf chinesische Architektur.

GTAI: VR China: Markt für Architekturdienstleistungen

Quellen: GTAI, DCW, Foto: Flickr/Jens Schott Knudsen

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18 Monate nach Davos

Davos

Vor eineinhalb Jahren hielt Chinas Staatspräsident Xi Jinping auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine beeindruckende Rede und schwang sich zum Fürsprecher einer liberalen Wirtschaftsordnung auf. Was seitdem tatsächlich in China passiert ist, untersucht die Europäische Handelskammer in einer Studie. Das Ergebnis: Obwohl es in den vergangenen 18 Monaten Reformen gab, bestehen Probleme wie die Vorherrschaft von Staatsunternehmen, unfaire Technologietransfers und ein schwieriges regulatorisches Umfeld weiter. Dies beeinträchtige gute Entwicklungen wie die jüngste Marktöffnung, die strengere Durchsetzung von Umweltvorschriften sowie die Verbesserung des Umfelds für Forschung und Entwicklung. Damit China die nächste Entwicklungsstufe erreichen und der Falle der mittleren Einkommen entkommen könne, müsse ein offenes und wettbewerbsfähiges, rechtsstaatliches Geschäftsumfeld entstehen, fordert die Europäische Handelskammer. China müsse seiner Verantwortung als führender dynamischer und innovationsstarker Markt gerecht werden und eingegangene Verpflichtungen erfüllen.

European Chamber: 18 Months Since Davos. How China’s Vision Became a Reform Imperative. Online-Studie.

Foto: Pixabay

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