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Astrid Oldekop

China Business
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13.12. Düsseldorf: Globale Verflechtungen
17.12. München: China 2018 Jahresrückblick

Newsletter 12.2018

China News
Inside mdb
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Aktueller Newsletter

Sehr geehrte Damen und Herren,

40 Jahre Reform und Öffnung haben China einzigartig, in schwindelerregendem Tempo verändert. Doch just zur Jubiläumsfeier trübt ein Schwall negativer Nachrichten den chinesischen Traum: Chinas Wachstum gerät unter Druck, der Yuan stürzt im Verhältnis zum Dollar ab, die Aktienkurse fallen, Alibaba kappt seine Jahresprognose, Apple-Zulieferer fliehen aus dem Land und erstmals seit 1990 haben die Menschen weniger Autos gekauft.

Die Antworten deutscher China-Manager auf die jährliche Umfrage der deutschen Handelskammer sind nicht länger euphorisch. Über die Hälfte ist unzufrieden mit der Marktöffnungspolitik. Herausforderungen wie Bürokratie, Rechtsunsicherheit, unklare Rahmenbedingungen sowie langsames, beschränktes Internet bestehen fort.

Trotzdem wollen fast alle deutschen Firmen ihre China-Investitionen wie geplant durchführen oder sogar ausbauen. Denn für die Mehrheit der deutschen Unternehmen bleibt China ein wichtiger Markt mit guten Geschäftschancen.

Erholsame Feiertage und einen guten Start in ein erfolgreiches neues Jahr wünscht


Ihre Astrid Oldekop

 

AOAstrid Oldekop
Chefredakteurin
China Business Forum
cbf@mdb-consult.com

China News

Leselust und ein Fest für die Augen

Bucher

Chinas Megastädte sind Spielwiesen von Architekten aus der ganzen Welt. In Tianjins Stadtteil Binhai gleicht eine Bibliothek einem gigantischen Auge. 1,2 Millionen Bücher lagern in schwungvollen Regalen des fünfstöckigen Gebäudes, einem Entwurf des niederländischen Architekturbüros MVRDV. Nun hat der Architekturfotografen Ossip van Duivenbode die Tianjin Binhai Bibiothek dokumentiert – ein Fest für die Augen. Die großzügige Halle wird von einer weißen Kugel mit reflektierender Oberfläche dominiert, in deren Inneren sich ein Auditorium befindet. Von der verglasten Außenfassade aus wirkt die Kugel wie die Pupille eines Auges. Über der eigentlichen Bibliothek liegen Leseräume und Arbeitsplätze. Unter dem Dach wurden Konferenzräume, Computerlabore und ein Audiobereich untergebracht. Im Atrium schmiegen sich die Bücherregale terrassenförmig an die Wände und wachsen stufenartig an der Decke zusammen. Tiefere Regalböden dienen als Sitzflächen für die Besucher.

Quellen: Petapixel, Spiegel, Falstaff; Foto: Ossip van Duivenbode

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China News

Meilenstein auf dem langen Marsch der Allianz

Allianz

Schaden-, Unfall- und Lebensversicherungen, Schutz- und Gesundheitslösungen sowie Vermögensverwaltung – die Allianz verkauft in China generationsübergreifende Produkte für unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen, hat 2.000 Mitarbeiter im Land und ist seit über 100 Jahren im Reich der Mitte aktiv. Nun hat sie als erste ausländische Versicherung die Genehmigung erhalten, ein Versicherungsgeschäft aufzubauen, an dem kein einheimisches Unternehmen beteiligt ist. Damit ist der Konzern das zwölfte ausländische Finanzinstitut in der Volksrepublik, meldet das Handelsblatt. Vorstandschef Oliver Bäte nannte die Zulassung einen signifikanten Meilenstein. Das neue China-Geschäft soll 2019 aufgebaut werden.
In der Lebensversicherung unterhält sie ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem staatlichen Finanzriesen CITIC unter dem Namen Allianz China Life. In der Schaden- und Unfallsparte hatte sie im Juli eine Partnerschaft mit dem chinesischen Internet-Händler JD.com angekündigt. Er soll 30 Prozent der Anteile an Allianz China übernehmen, mit dem Ziel einen Online-Versicherer mit der Allianz zu gründen, heißt es im Handelsblatt.

Quellen: Handelsblatt, Allianz, Foto: mdb

China News

150 Millionen Dollar für selbstlernende Roboter

ABB

Der Konzern für Automatisierungstechnik ABB investiert 150 Millionen Dollar in den Bau einer Roboterfabrik in Shanghai. Nach eigenen Angaben plant er die weltweit fortschrittlichste, am meisten automatisierte und flexibelste Fabrik, in der selbstlernende, kollaborative Roboter andere Roboter herstellen. Die neue Produktionsstätte Kangqiao soll Ende 2020 in Betrieb gehen und befindet sich in der Nähe des bereits bestehenden ABB-Robotikcampus. Die Fabrik soll künftig eine Schlüsselrolle im globalen Robotik-Versorgungssystem von ABB spielen.
Heute beschäftigt ABB 5.000 Mitarbeiter in Shanghai und über 2.000 Ingenieure, Technologie-Experten und Projekt-Verantwortliche an 20 Robotik-Standorten im ganzen Land. Seit 1992 hat ABB insgesamt über 2,4 Milliarden Dollar in China investiert und beschäftigt lokal 18.000 Mitarbeiter. China ist der zweitgrößte Markt des Unternehmens.

Quellen: ABB, Computer Automation, Foto: ABB

 

China News

Voestalpine produziert Weichen im Joint Venture

Voest

Der österreichische Stahl- und Technologiekonzern Voestalpine aus Linz hat ein zweites Joint Venture für Weichenproduktion in China gegründet. Als lokale Joint Venture-Partner fungieren der Bahninfrastrukturbetreiber Zhengzhou Railway Bureau, eine Tochtergesellschaft der chinesischen Staatsbahn, sowie die China Railway Material Group, der größte nationale Händler von Gleisbaukomponenten. In den kommenden Jahren sind in China über 100 neue U-Bahn- und Straßenbahnprojekte geplant. Das neue Unternehmen am in Ruzhou in der zentralchinesischen Provinz Henan beschäftigt derzeit 120 Mitarbeiter.
Der Voestalpine-Konzern ist in Asien an 80 Standorten mit knapp 5.000 Mitarbeitern vertreten – rund 3.000 davon in China. Zu den zentralen Kundensegmenten zählen die Automobil-, Bahninfrastruktur-, Haushaltsgeräte- und Energieindustrie.
In Asien erwirtschaftete der Konzern über eine Milliarde Euro. Bis 2020 soll der Umsatz alleine in China von aktuell über 550 Millionen Euro auf 800 Millionen Euro steigen.

Quelle und Foto: Voestalpine

„Die Deutsche Bahn kann von den Erfahrungen aus den extrem hohen Laufleistungen der chinesischen Hochgeschwindigkeitszüge lernen und Rückschlüsse für die Instandhaltung der DB-Flotte ziehen.“

Bahnchef Richard Lutz über die Zusammenarbeit mit China Railways.
Quelle: Deutsche Bahn

China News

Selbstkritik von Dolce & Gabbana

DG

Chinesische Kunden verbrennen Mode von Dolce & Gabbana, Händler wollen sie nicht mehr verkaufen, eine große Modenschau in Shanghai wird abgesagt: Denn ein als rassistisch empfundenes Werbevideo der Marke zerstört ihr Image in China – und bringt sie wohl um sehr viel Geld, meint die Welt. In dem Video führt ein chinesisches Model vor, wie man Pizza, Pasta und ein sizilianisches  Dessert mit Stäbchen isst. Eine Stimme aus dem Off gibt dazu eine oberlehrerhafte Anweisung. Chinesische Nutzer bezeichneten diese als rassistisch. Die Empörung steigerte sich weiter, nachdem auf Instagram beleidigende Kommentare in dem Account von Stefano Gabbana auftauchten. Der Konzern erklärte, dass die Accounts gehackt worden seien. Nun haben die Designer die Reißleine gezogen und sich im Stil der chinesischen Selbstkritik in weiteren Videos entschuldigt.
Das Umsatzwachstum in Chinas Luxussegment ist im ersten Halbjahr 2018 um bis zu 20 Prozent gewachsen, meldet das Handelsblatt. Mit 73 Milliarden Dollar entspricht der chinesische Markt für Luxuswaren laut einer Studie des Beratungsunternehmens McKinsey fast einem Drittel des Weltmarktes.

Quellen: Welt, Handelsblatt, D&G, Screenshot: mdb

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Erster Laster auf der Seidenstraße

Laster

Der erste Lkw-Transport von China nach Europa im Rahmen des zollrechtlichen Versandverfahrens TIR hat den 7.000 Kilometer langen Weg in 13 Tagen ohne Unterbrechungen oder Zollprobleme zurückgelegt, meldet Eurotransport. Der Laster war von Korgas an der chinesisch-kasachischen Grenze über Kasachstan, Russland, Weißrussland nach Polen gefahren. Dieser Erfolg zeige die Vorteile der Straße in Bezug auf Kosten, Zeit und Sicherheit, betonte die Internationale Straßentransport Union. „Wir sehen eine großartige Zukunft für den Straßentransport von China nach Europa“, sagte Torben Bengtsson vom Logistikdienstleister CEVA Logistics gegenüber Eurotransport. Im Vergleich zum Flugzeug spare man die Hälfte der Tür-zu-Tür-Kosten, im Vergleich zur Schiene verkürze sich die Lieferzeit um zehn Tage. Ab 2019 will die TIR-Initiative, zu der sich große internationale Logistikunternehmen zusammengeschlossen haben, regelmäßige Lkw-Fahrten zwischen China und Europa einplanen.
Die Stadt Korgas wurde 2014 in China im Rahmen der Seidenstraßen-Initiative gegründet und soll zu einem internationalen Logistik- und Handelsknotenpunkt ausgebaut werden. Der neue Grenzübergang zwischen China und Kasachstan wurde im September eröffnet.

Quellen: IRU, Eurotransport, Foto: IRU

 

China News

Harmonische Geschäftsbeziehungen mit Zulieferern

NRW Invest

Die Transparenz des Supply-Chain-Managements und die Glaubwürdigkeit von Zulieferern sollten für deutsche Automobilhersteller genauso wichtig sein wie Produktqualität und pünktliche Lieferung, sagte Oliver Schierhöfer von der BMW Group beim dritten deutsch-chinesischen Fachseminar zum Thema „Supply Chain Management und Einkaufsstrategien“ in Düsseldorf. Denn für ausländische Lieferanten sei es einfacher, eine harmonische und stabile Geschäftsbeziehung aufzubauen, wenn sie eine effiziente und transparente Kommunikation mit den OEMs pflegen. Veranstalter des Seminars, auf dem die Chancen und Herausforderungen internationaler Zulieferer in Deutschland erörtert wurden, waren der Fachausschuss Automobilindustrie der Chinesischen Handelskammer in Deutschland sowie die landeseigene Wirtschaftsförderung NRW.Invest.
Ein Drittel der deutschen Automobilzulieferer sind in NRW ansässig und profitieren von der lückenlosen Infrastruktur und dem starken Netzwerk. Zusätzlich konzentrieren sich in Nordrhein-Westfalen acht Universitäten und Forschungsinstitute auf E-Mobil-Technologie und -Automatisierung. Hinzu kommt eine dynamische Start-up-Landschaft mit einigen vielversprechenden Unternehmen im Bereich Elektromobilität.

Quelle: CHKD, Foto: NRW.Invest

China News

Überraschender Abtritt von Kuka-Chef Reuter

Nur ein Jahr nach dem Vollzug der umstrittenen Übernahme des Augsburger Robotik-Spezialisten Kuka durch den chinesischen Haushaltsgerätehersteller Midea verlässt Kuka-Chef Till Reuter das Unternehmen. Reuter hatte die Transaktion vorangetrieben und verteidigt. Laut Manager Magazin wollten die chinesischen Investoren im Tagesgeschäft stärker durchgreifen. „Die chinesischen Eigentümer haben Vorstandschef Till Reuter aus dem Amt gedrängt“, kommentiert die Webseite M&A Dialogue. „Das Bild, das der unfreiwillige Abgang abgibt, dürfte kaum dazu beitragen, das Image der chinesischen Investoren in der deutschen Öffentlichkeit zu verbessern. Diese unternehmerische Entscheidung könnte durchaus noch politische Konsequenzen haben.“
Kuka war vor knapp zwei Jahren von Midea übernommen worden. Zuletzt mussten die Augsburger mit einem Umsatzrückgang kämpfen. Zu einer schlechteren Entwicklung im Geschäft mit Autos kämen Unwägbarkeiten im chinesischen Automatisierungsmarkt.
Reuter war seit 2009 Kuka-Vorstandschef, sein Vertrag läuft bis Ende März 2022.

Quellen: M&A Dialogue, Manager Magazin

China News

NRW-Gründer reisen nach Shenzhen

Shenzhen

Eine Reise nach Shanghai und Shenzhen bietet nordrhein-westfälischen Gründern aus der Hightech­ und IT­-Szene im März die Gelegenheit, vor Investoren, Start-ups und Unternehmern zu pitchen, Kontakte zu erfolgreichen deutschen und chinesischen Unternehmen in China zu knüpfen und sich in Workshops mit interkultureller Kommunikation, Marketing, Beschaffung sowie rechtlichen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen. Die Reise wird organisiert von NRW.International in Kooperation mit der AHK und den Handelskammern Dortmund und Köln.
Unterdessen weist die Wirtschaftskammer Österreich darauf hin, dass ein neues Startup-Visum in ausgewählten Bezirken Shanghais eingeführt wurde. Dieses gibt ausländischen Gründern die Möglichkeit, ein Jahr lang in China zu leben. Das Visum kann um ein weiteres Jahr verlängert werden, wenn der ausländische Unternehmer innerhalb dieser Zeit eine erfolgreiche Gründung nachweist. Alternativ kann es nach der Gründung in ein Arbeitsvisum umgewandelt werden.
Das neue Existenzgründer-Visum bietet Personen, die bisher von vielen anderen Visakategorien ausgeschlossen waren – wie Hochschulabsolventen ohne Berufserfahrung oder über 60Jährigen - Perspektiven für eine Gründung in China.

Quellen: IHK Dortmund, WKO, Foto: David/Flickr

China News

Chinesen investieren in deutsche Wasserstofftankstellen

H2

Great Wall Motors (GWM), der Marktführer für Geländewagen und Pickups in China, steigt in das Unternehmen H2 Mobility ein, das ein Wasserstoff-Tankstellennetz in Deutschland aufbaut, meldet die FAZ. Mit seiner Minderheitsbeteiligung ist GWM siebter Gesellschafter von H2 Mobility, nach Daimler, den Gasproduzenten Linde und Air Liquide sowie den Tankstellenbetreibern OMV, Shell und Total.
Die 2015 ins Leben gerufene Unternehmensinitiative H2 Mobility Deutschland plant den Aufbau einer Infrastruktur für Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb. Bis Ende 2019 soll in der ersten Phase des Projekts ein grundlegendes Netz von 100 Wasserstoffstationen in den Ballungszentren Hamburg, Berlin, Rhein-Ruhr, Frankfurt, Nürnberg, Stuttgart und München sowie an Fernstraßen und Autobahnen entstehen. 55 solcher Tankstellen sind bereits in Betrieb. In einer zweiten Phase sollen weitere 300 Wasserstofftankstellen folgen und somit die flächendeckende Versorgung in Deutschland sichergestellt werden.
Wie alle wichtigen chinesischen Autobauer auch investiert GWM verstärkt in alternative Antriebstechnologien, meldet die Online-Seite von MA Dialogue. Erst im Sommer gaben das Unternehmen aus dem nordchinesischen Baoding und BMW ein neues Joint Venture bekannt, in dem eine elektrische Variante des Mini produziert werden soll. Auch arbeitet der Konzern bereits an eigenen Modellen mit Brennstoffzellentechnologie, die künftig auf dem Heimatmarkt eingeführt werden sollen. Dazu muss auch in China eine eigene Wasserstofftankstelleninfrastruktur aufgebaut werden. Mit der Minderheitsbeteiligung an H2 Mobility wolle GWM offensichtlich frühzeitig in diesem Bereich einsteigen und Erfahrungen sammeln, heißt es weiter.

Quellen: H2 MobilityFAZ, MA Dialogue, Grafik: mdb

China News

Westliche Universitäten akzeptieren Gaokao

Gaokao

Während die USA und Australien immer zurückhaltender mit der Visavergabe an Studierende aus China sind, hat Großbritannien Studierendenvisa für China erleichtert. Gleichzeitig steigt weltweit die Zahl der Hochschulen, die die chinesische Hochschulzugangsprüfung Gaokao als Eingangsexamen akzeptieren. Die University of Birmingham beispielsweise verlangt ab sofort ein mindestens 80prozentiges Gaokao-Ergebnis plus zusätzliche Englisch-Nachweise. In Cambridge wird der Test bereits anerkannt. In Kanada und Australien akzeptieren jeweils 30 Hochschulen den Test. In den USA erkennen ihn einige private Hochschulen an, so die New York University, die University of San Francisco und nun auch die staatliche University of New Hampshire. Die britische Entscheidung sei ein kluger Schritt, um von den Visa-Formalitäten anderer Länder frustrierte chinesische Studierende für sich zu gewinnen, meint die Webseite Study International. Chinesische Studierende stellen weltweit die größte Gruppe ausländischer Studierender.

Quellen: Economist, Study International, China Report, Foto: Thinkstock

„China will nicht die westlichen Trends aufholen, sondern gleich den nächsten neuen Trend schaffen.“ 

Angelika Sodian, UK-Geschäftsführerin des chinesischen E-Mobil Start-ups Nio, beim China Businessforum in Pörtschach.
Quelle: China Rundschau

Inside mdb

NRW: Idealer Standort für China-Business

NRW

Nordrhein-Westfalen ist nicht nur das bevölkerungsreichste Bundesland, es ist auch Heimat von mehr als 1.100 chinesischen Unternehmen – und damit idealer Standort für den China Business Forum Newsletter. Die seit 2016 bestehende erfolgreiche Kooperation des China Business Forum Newsletters mit der landeseigenen Wirtschaftsförderung NRW.Invest  ist nun um ein weiteres Jahr verlängert worden und geht in das vierte Jahr. NRW.Invest  unterhält fünf Standorte im Reich der Mitte: in Beijing, Guangzhou, Nanjing, Shanghai und Chengdu. Wir freuen uns über die erfolgreiche Zusammenarbeit und werden die deutschsprachige China-Business-Community weiterhin wie gewohnt acht Mal im Jahr mit Nachrichten, Trends und Hintergründen zu den spannendsten China-Themen beliefern.

Foto: Pixabay

Inside mdb

Feuerwerk der China-Themen

Kalender

Wenn die Weihnachtsfeiern überhand nehmen, wird es ruhig in der deutsch-chinesischen Community. Doch spätestens Mitte Januar gibt es ein Feuerwerk der China-Themen: In den Wochen vor dem chinesischen Frühlingsfest stehen Konferenzen, Workshops, Infoveranstaltungen, aber auch Empfänge und Feiern auf dem Programm. Der China Business Kalender bietet einen Überblick über alle relevanten Termine für die deutschsprachige China-Business-Community. Die Termine werden nach redaktionellen Kriterien aufgenommen und ständig aktualisiert. Ist Ihr Termin noch nicht aufgeführt? Dann schreiben Sie uns an kalender@mdb-consult.com.

Foto: MaxPixel

70%

Um diesen Prozentsatz sank Teslas Umsatz in China im Oktober, verglichen mit dem Vorjahresmonat.

Quelle: CNBC

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Chinas digitale Nachrichtensprecher

KI

Ihre ersten auf Künstlicher Intelligenz basierenden Nachrichtensprecher hat Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua auf der World Internet Conference vorgestellt. Die digitalen TV-Sprecher berichteten unermüdlich, jeden Tag von überall im Land, schreibt der Guardian und zitiert damit Xinhua. „Ich begleite Sie nicht nur 24 Stunden am Tag, 365 Tage pro Jahr. Ich kann auch unbegrenzt kopiert werden und Ihnen die unterschiedlichsten Schauplätze präsentieren“, sagte die digitale Version des echten Xinhua-Nachrichtenmoderators Qiu Hao zur Begrüßung.
Die Nachrichtensprecher wurden von Xinhua und der chinesischen Suchmaschine Sogou entwickelt. Sie simulieren Stimme, Mimik und Gesten der echten Nachrichtenleute. „Die Entwicklungen der Medienindustrie verlangen nach kontinuierlicher Innovation und tiefer Integration international führender Technologien. Ich freue mich darauf, Ihnen brandneue Nachrichten-Erfahrungen zu vermitteln“, sagte der künstliche Sprecher.

Xinhua: KI-Nachrichten. TV.

Quelle: The Guardian, Screenshot: mdb

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Essen in Zahlen: Katalog der Geschmacksrichtungen

Essen

30.000 Gerichte, 10.000 Zutaten, 100 Gewürze, 40 Zubereitungstechniken, für die es gößtenteils nicht einmal eine adäquate Übersetzung ins Deutsche gibt, 200 Geschmacksrichtungen weist die chinesische Küche auf. Liu Guangwei, der Chef der China Cuisine Association, hat sich daran gemacht, die Küche Chinas zu katalogisieren und stellt diese nun in seinem Buch „Chinese Cuisine Products 34-4 System“ vor. Denn die eigentliche Visitenkarte Chinas sei das Essen, sagte Liu gegenüber der Welt und zitierte damit Republikgründer Sun Yatsen.
In China arbeiten acht Millionen Fachköche mit 20 Millionen Küchenangestellten in 5,8 Millionen Restaurants und Garküchen, meldet der chinesische Branchenverband.

Liu Guangwei: Chinese Cuisine Products 34-4 System.

Quellen: China Daily, Welt, Foto: Wikimedia

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Weibo über „Sozialismus ist ein bisschen cool“

Manya

Im vierten Jahr betreibt die Sinologin und Japanologin Manya Koetse das informative Blog „What’s on Weibo”. Darin berichtet die in Amsterdam lebende China-Trend-Beraterin regelmäßig, was im chinesischen Mikroblogging-Dienst Weibo diskutiert wird. Bisher hat sie über 800 Texte veröffentlicht. Seit diesem Jahr ist Koetses Webseite in China wie viele andere westliche Webseiten geblockt. Auslöser war nach Angaben der Autorin die Sicherung der Seite mit HTTPS - ein Standard, den Google fordert, für den Webseiten in China jedoch geblockt werden.
Im Oktober wurde auf dem Staatssender Hunan TV ein TV-Quiz mit jungen Menschen unter dem Titel „Sozialismus ist ein bisschen cool“ ausgestrahlt, das sich um die Gedanken von Xi Jinping und Sozialismus nach chinesischer Art drehte. „Westliche Journalisten haben das vor allem im Sinne von ‚Schaut mal, wie seltsam die Chinesen sind’ betrachtet“, sagte Koetse gegenüber der NZZ. „Wer aber mit westlichem Bias und Framing an Storys herangeht, verpasst wichtige Entwicklungen: zum Beispiel, wie sehr die innerchinesische Propaganda ihre Form ändert, wie sie spielerischer wird, witziger, geschickter. Propaganda findet längst nicht mehr auf dumpfen Propagandapostern statt, sondern in Apps, im Internet, in TV-Shows.“

Manya Koetse: What’s on Weibo. Blog

Foto: Manya Koetse

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Arten von Müll dürfen ab Januar nicht mehr nach China exportiert werden, darunter Hardware, Schiffe, Autoteile, Holz sowie Edelstahlschrott. Bisher waren es 24.

Quelle: Zeit

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Taipehs rappender Bürgermeister

Rap

Ko Wen-je, der Bürgermeister der taiwanischen Hauptstadt Taipeh, hat Ende Oktober ein Rapvideo unter dem Titel „Do Things Right“ gemeinsam mit dem Rapper Chunyan auf Youtube veröffentlicht. Inzwischen hat das Video des ehemaligen Chirurgen über 2,6 Millionen Aufrufe. Die Botschaft: Do the right thing - benehmt euch! Das Video beginnt an der Haltestelle, von der aus der Bürgermeister täglich zur Arbeit fährt, und führt die Zuschauer durch Büros der Stadtverwaltung. Zu hören sind Unterhaltungen der Mitglieder der Stadtverwaltung und immer wieder der Satz „Do the right thing, do things right“. Mit dem Video wolle er Menschen ermutigen, etwas Neues zu wagen, schrieb der 59Jährige. „Diejenigen, die bereit sind, etwas auszuprobieren, bekommen ihre Chance.“

Ko Wen-je: Do Things Right. Youtube.

Screenshot: mdb

Must Read

China schaffen

Ein Ratgeber für China-Interessierte und deutsche Unternehmen, die mit China ins Geschäft kommen möchten, hat der Springer Verlag vorgelegt. In dem Buch „So schafft man China. Wie Sie Business und Alltag meistern“ haben die Autoren Sven Agten und Thomas König Informationen über Kultur, Politik und Wirtschaft Chinas zusammengefasst. Dabei kombinieren sie persönliche Erfahrungen mit objektiven Analysen und schaffen so einen interessanten Mix aus Fakten und eigener Sachkenntnis.
Der Unternehmensberater Sven Agten arbeitete in deutschen Unternehmen in Shanghai, ist mit einer Chinesin verheiratet und hat einen großen Teil seines Lebens im Reich der Mitte verbracht. Der Politikwissenschaftler Thomas König ist Referatsleiter Ostasien beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag und arbeitete bei der AHK Shanghai.

Sven Agten, Thomas König: So schafft man China. Wie Sie Business und Alltag meistern. Springer Verlag, zirka 23 Euro.

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